Statement Herr Hinni Direktor AWZ

Glossar

Klartext statt Fachjargon


Keine Fragezeichen mehr! – Das ist hier die Devise. Das Glossar erklärt wichtige Begriffe aus dem Bereich des (Direct)-Marketing und der Dialogkommunikation.

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Abgleich

Verschiedene Adressdateien werden zusammengeführt und mehrfach aufgeführte Adressen (Doubletten) eliminiert.

Added value

Zusatznutzen/Mehrwert eines Produktes oder einer Dienstleistung.

Affinität

Messgrösse, welche die Nähe eines Mediums/Angebotes zur Zielgruppe bestimmt.

B2B (Business-to-Business)/B2C(Business-to-Consumer)

Definiert die Zielgruppen, an welche die Werbe- und Verkaufsmassnahmen gerichtet sind. Von Unternehmen zu Unternehmen (B2B) oder von Unternehmen zu Privatpersonen (B2C)

Break-even-Point

Bezeichnet die Rentabilitätsschwelle. Punkt, an dem die investierten Werbekosten vollständig gedeckt sind.

Briefing

Exakte Vorgaben des Unternehmens an die durchführende Werbeagentur. Im Briefing bekommt die Agentur die wichtigsten Grundlagen für ihre Arbeit. In der Regel arbeitet die Agentur im Briefing-Gespräch mit einer Checkliste, damit alle relevanten Fakten erfasst werden.

Call-Center

Professionelles Unternehmen für Telefonmarketing; wird oft in Direct-Marketing-Aktionen eingebunden (Vorabklärungen, telefonisches Nachfassen, Beantworten von Anfragen etc.).

Cost per Order (CPO)

Die Kosten pro Bestellung, eine der zentralen Kennzahlen im Direct-Marketing.

Cross-Selling

Mit bestehenden Kunden zusätzliche Umsätze generieren, indem weitere Produkte ausserhalb des Standardangebots offeriert werden.

Datenanreicherung/-veredelung

Die Kundenadressen werden mit zusätzlichen Informationen versehen und aufgewertet.

Dialogmarketing

Ein Instrumentenbündel, das es ermöglicht, die Zielgruppe mit geringen Streuverlusten direkt anzusprechen. Mit einem empfängergerecht gestalteten Reaktionsmittel wird die Zielgruppe zum Dialog mit dem Absender aufgefordert.

Double-Opt-In

Der erfolgte Eintrag in die Abonnentenliste eines E-Mail-Dienstes (z.B. Newsletter) muss in einem zweiten Schritt bestätigt werden. Meist wird hierzu eine E-Mail-Nachricht mit Bitte um Bestätigung an die eingetragene Kontaktadresse gesendet. Handelt es sich um einen missbräuchlich erfolgten Eintrag, kann sich der unfreiwillige Empfänger vor einem Eintrag in die Abonnementliste schützen, indem er auf die Bestätigungsanfrage einfach nicht reagiert.

Doubletten

Adressen, die in einer Datenbank mehrmals vorkommen. Diese können mit einer speziellen Software-Anwendung abgeglichen werden.

Early Bird

Anreiz für rasche Antwort, rasches Handeln. Wer schnell reagiert, bekommt einen Zusatznutzen, ein Geschenk, einen Preisvorteil etc. Early Birds sind zeitlich klar beschränkt.

Fulfillment

Dienstleistungspaket zur prompten Erledigung der Kundenwünsche im Umfeld von Direct-Marketing-Massnahmen. z.B. Bearbeiten von Anfragen, Ausführen von Bestellungen, Verpackung, Versand, Rechnungsstellung, Inkasso.

Fundraising

Spendenmarketing mit allen seinen Facetten; Mittelbeschaffung für Non-Profit-Organisationen.

Geo-Marketing

Präsentation von unternehmens- und marktrelevanten Fakten auf aussagekräftigen Karten. Wird oft in der Kundenpotenzialanalyse eingesetzt.

Guerilla-Marketing

Unkonventionelle und originelle Marketingmassnahmen, die darauf abzielen, mit einem bescheidenen Budget eine grosse Wirkung zu erzielen.

Headline

Titel einer Werbebotschaft. Entscheidet in grossem Masse darüber, ob überhaupt weiter gelesen wird.

Incentive

Attraktiver Anreiz, der oft auch als firmeninterne «Motivationsspritze» eingesetzt wird (Reisen, Prämien etc.). Gilt im Direct-Marketing als Angebotsverstärker für die angesprochenen Zielgruppen.

Initialkauf

Erstkauf eines Kunden. Im Direct-Marketing wird dieser Erstkäufer oft speziell belohnt. z.B. mit einem Preisnachlass, Mehrwert oder einem Geschenk.

Kaufkraftklassen

Klassisches Einkommenskriterium bei der Beschaffung von Privatadressen. Ergänzend zur Kaufkraftklasse bieten Ihnen die führenden Adressenanbieter heute verschiedene weitere Selektionsmöglichkeiten zur Zielgruppenbestimmung via Finanzkraft an.

KISS

Das legendäre Kürzel «KISS» steht für «keep it simple and stupid». Das Motto «so einfach wie möglich» hat in der Direktwerbung auch heute noch seine Gültigkeit. Es gilt, den Kundennutzen so einfach wie möglich zu transportieren.

Lettershop

Abteilung innerhalb eines Direktwerbeunternehmens, die auf das Postfertigmachen und Postausliefern spezialisiert ist. Entscheidend für die Leistungsfähigkeit ist eine professionelle Infrastruktur für die maschinelle Verarbeitung von Mailings. Moderne Lettershop-Dienstleister können auch komplexe Mailings mit verschiedenen personifizierten Beilagen vollautomatisch versandbereit machen.

Listbroking

So nennt sich die Vermittlung von aktuellen und zielgruppengerichteten Adressen (Adresslisten), meistens verbunden mit einer speziellen, in der Praxis bereits ausgetesteten Adressqualität (z.B. Postbesteller von IT-Artikeln, Menschen mit einer hohen Affinität zum Pferdesport etc.).

 

Mail-Order-Business

Sammelbegriff für alle Werbemassnahmen, welche das Ziel haben, eine Reaktion per Post (Bestellung) auszulösen.

Mailing

Adressierte oder unadressierte Direktwerbung. Zentrale Bestandteile sind in der Regel eine Ansprache (Brief), ein Informationsmittel (Broschüre, Flyer o.ä.) und ein Reaktionsmittel (Antwortkarte, Gutschein, Wettbewerbstalon).

Marktsegmentierung

Die Aufspaltung des Gesamtmarktes in Teilmärkte. Im Direct-Marketing kann mit Hilfe von soziodemographischen und psychographischen Daten eine Feinunterteilung des Marktes erfolgen. So wird aus einem Markt ein Teilmarkt selektiert, in dem mit einem Bruchteil der ursprünglichen Kosten ein weitaus effizienteres Ergebnis erzielt werden kann.

Multi-Mailing

Auch Verbundwerbung genannt. Ein Mailing enthält unterschiedliche Angebote von verschiedenen Firmen. Die Angebote können thematisch eingegrenzt («alles für Ihren Garten») oder frei zusammengewürfelt sein. Zentraler Vorteil ist die Kostensenkung durch den gemeinsamen Kostenteiler.

Negativoption

Hier wird durch Nichtreagieren ein Angebot bestellt. Ist das Angebot nicht erwünscht, muss es vom Empfänger explizit abgelehnt werden. Die Negativoption ist in der Abowerbung beliebt, löst aber immer wieder Kontroversen aus und ist deshalb umstritten.

NOGA-Branchenstruktur

Die NOGA-Branchenstruktur (Nomenclature Générale des Activités économiques) klassiert die statistischen Einheiten «Unternehmen» und «Arbeitsstätten» aufgrund ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit und bringt diese in eine übersichtliche, einheitliche Gruppierung. Die NOGA-Struktur berücksichtigt die Systematik der Europäischen Gemeinschaft und umfasst 5 Stufen mit 724 verschiedenen wirtschaftlichen Tätigkeiten. Die Geschäftsadressen der AWZ AG basieren auf der neusten NOGA-Struktur 2008.

Opt-Out

Empfängern von kommerziellen E-Mails (z.B. Newsletter), die dafür einmal die Zustimmung gegeben haben und solche, zu denen bereits eine Geschäftsbeziehung besteht, muss jederzeit die Möglichkeit gegeben werden, den Empfang kommerzieller E-Mails für die Zukunft abzulehnen.

Overkill

Durch intensivste Bewerbung einzelner Zielgruppen kann ein Overkill entstehen. Das heisst, die Werbung wird als sehr aufdringlich, belästigend und negativ empfunden.

Permission-Marketing

Das Erlaubnis-Marketing ist im Zusammenhang mit den neuen Medien in aller Munde. Die Fachwelt ist sich einig, dass die unerwünschte Mail-Flut (Spam) bekämpft werden muss. Eine Möglichkeit ist das Permission-Marketing, wo für Online-Werbeaktivitäten das Einverständnis der Zielpersonen eingefordert werden muss.

Psychografische oder qualitative Merkmale
  • Verhalten: Einkaufsverhalten, Produktverwendung, Kenntnisse über Produkt, Freizeitgestaltung
  • Motivation/Einstellung: Persönliche Motivation und Bedürfnisse, Einstellungen zu
  • Qualität und Marke, relevante Erlebniswelten, Einstellung zur Werbung und Kommunikation
  • Kommunikationsverhalten: Informationsverhalten, Medienkonsum
Relationship-Marketing

Unter diesem Begriff sind Marketing-Aktivitäten zusammengefasst, welche auf eine langfristige und enge Kundenbeziehung hinzielen. Mit dieser starken Kundenbindung wird ein zentraler strategischer Wettbewerbsvorteil geschaffen. Wichtiges Instrument ist hier der regelmässige Kundendialog, z.B. mit Firmenzeitung, Newsletter oder Kundenanlässen.

Reminder

Massnahme in der Direktwerbung, die eine Erinnerung auslöst. In der Regel ein zweites Mailing, das auf die erste Direct-Marketing-Aktion Bezug nimmt. Ein Reminder kann im Voraus konzeptionell eingeplant oder bei ungenügenden Rückläufen spontan eingesetzt werden.

Response

Die Reaktion, Antwort, «Rücklauf» - das A und O des Direct-Marketing. Wenn mit der Antwortkarte nicht unmittelbar bestellt wird, sondern weitere Informationen angefordert werden, ist für die Beurteilung des Werbeerfolgs nicht die reine Anforderungsquote massgeblich, sondern die Umwandlungsrate.

Robinson-Liste

Adressliste von Personen, die ausdrücklich keine persönlich adressierten Werbesendungen wünschen. Die führenden Direct-Marketing-Unternehmen in der Schweiz halten sich an diese Adressliste (Ehrenkodex SDV, Schweizerischer Direktmarketingverband).

Sampling

Die Verteilung kostenloser Warenproben. Kann im weitesten Sinne als unadressierte Direktwerbung definiert werden und wird im Rahmen der Verkaufsförderung eingesetzt.

Soziodemografische oder quantitative Merkmale

Wichtige Merkmale der Adressselektion sind: Geschlecht, Alter, Wohnort, Haushaltsgrösse, Kaufkraftklassen, Beruf, Bildung, Einkommen, Familienstand, Wohnregion, Siedlungsart, Wirtschaftsgebiet, Sprachregion.

Spam

(auch: Junk, englisch für «Abfall») Damit werden unerwünschte, in der Regel auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten bezeichnet, welche dem Empfänger unverlangt zugestellt werden, massenhaft versandt wurden und/oder werbenden Inhalt haben.

Testimonial

Das Testimonial als glaubwürdige «Zeugenaussage» ist in der Direktwerbung seit Jahrzehnten ein Renner. Anstelle von fiktiven Kundenaussagen wird heute die Zufriedenheitsbekundung meistens durch einen wirklichen Verbraucher/Kunden oder eine prominente Person gemacht.

Testmarkt

Klar definierter Teil eines Gesamtmarktes. Hier können Werbemittel, Adressen oder unterschiedliche Mailingvarianten mit wenig Aufwand praxisgerecht getestet werden.

Tonalität

Art der Ansprache in einem Werbemittel, z.B. informativ, emotional, aggressiv, nutzenbezogen etc.

Umwandlungsrate

Messgrösse zur Erfolgsbewertung einer Direktwerbeaktion. Sie bezeichnet das Verhältnis der Zahl von Anfragen zur Zahl derjenigen Interessenten, die schlussendlich auch gekauft haben.

Unique Advertising Proposition (UAP)

Der UAP ist der psychologische Produktvorteil. Im Gegensatz zum USP, der einen einzigartigen Produktvorteil darstellt, handelt es sich hier um ein einzigartiges Werbeversprechen, also einen Produktvorteil, den auch andere haben, aber in ihrer Werbung nicht hervorheben. Der UAP schafft so eine emotionale Alleinstellung, keine reale.

Unique Selling Proposition (USP)

Die USP bezeichnet klare und starke Vorteile von Produkten und Dienstleistungen gegenüber Mitbewerbern. Das Herauskristallisieren von echten USP ein Erfolgsrezept in der Werbung.

Verbundmailing

Auch Omnibusmailing genannt mit Inhaltsangeboten von verschiedenen Firmen. Die Zielgruppen sind sowohl private als auch gewerbliche Verbraucher. Die Teilnehmer teilen sich die Versandkosten.

Werbemittelgestaltung

Dies beinhaltet die Graphik, die 20-Sekunden-Wirkung über die Lesebereitschaft bis zur Reaktionsmöglichkeit. Dabei sind die Mechanismen für Welcome-Letters, also Briefe für die Neukundengewinnung oder für Kundenbindungs-Briefe unterschiedlich.

Yes-/No-Technik

Darunter versteht man die Handlungs-Auslöser. Tatsächlich erhöht sich der Response, wenn der Anbieter den Umworbenen bittet, auch im Fall der Angebots-Ablehnung zu antworten, indem er das Nein-Kästchen ankreuzt.

Zielgruppen-Marketing

Das Bestreben, für Produkte und Dienstleistungen die richtigen Käuferschichten anzusprechen. Eine sehr enge und präzise Zielgruppen-Fokussierung in der Direktwerbung ist heute dank zahlreichen Selektionskriterien möglich.

Direct Easy

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